Sonntag, 24. August 2008

24.8.2008 Trainingsfeld Christsein

Predigt zu 1.Thess 5,14-24
von Michael Stahl
Ist das nicht eine glatte Überforderung?
- 13 Imperative, wer kann diese umsetzen?
Und dann noch solche Aufforderungen, die uns wirklich schwer fallen:
- Immer fröhlich
- Ständig beten
- In allem dankbar
- Immer Gutes, nie Böses
Können wir Christsein trainieren, wie bei der Olympiade, um dann irgendwann einmal „Gold-, Silber- und Bronzemedaillen zu bekommen?
So ist es bei der Olympiade, und das begeistert uns in diesen Tagen!
- Medaillen
- Begeistert über Leistungen
- Wie viel Training steckt dahinter!?
Christsein ist „Höchstleistungssport“, ein biblisches Bild!
Aber: bin ich dazu fähig, so wie ich ja auch nicht zur Olympiade zugelassen bin?
Beim Christsein ist es anders!
Zur Olympiade des Lebens sind alle zugelassen, eingeladen, aufgerufen!
Die Goldmedaillen werden gratis ausgegeben:
Hast du sie schon in Empfang genommen?
Auf der Medaille steht:
„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein!“
Gott sagt: Ich nehme dein Leben in meine Hand,
bei mir bist du gut versorgt, gut aufgehoben,
für immer und ewig,
im Leben und im Sterben,
das Leben geht weiter und dann wirst du als mein Kind bei mir sein.
„Wie geht das?“ – fragst du, wie erreiche ich das Ziel?
durch Jesus:
ER ist das Bindeglied,
ER hat schon alles gut gemacht,
- Die Schuld dir abgenommen und auf sich genommen und ans Kreuz getragen,
- den Tod besiegt,
- zu neuem Leben in der ewigen, untrennbaren Gottesbeziehung auferstanden;
Wer Jesus hat, der hat das Leben, denn es liegt in Gottes Hand,
der hat die ewige Goldmedaille heute schon um den Hals – Freude!
wer Jesus sein Leben anvertraut, für den wird es heute schon neu, verändert, verwandelt!
Wie geschieht das?
Jesu legt selbst Hand an!
Das Böse hilft er überwinden,
das Gute wird er in unserem Leben fördern.
ER tut es allerdings nicht ohne uns, nur mit uns.
Pls schreibt diese nicht, um die Gemeinde schlecht und nieder zu machen; er freut sich – über 4 Kapitel - über die Gemeinde und gibt zum Schluss Ihnen ein Trainingsprogramm für den laufenden Alltag mit.
Darum die 13 Aufforderungen:
Begib dich in Jesu Sprechzimmer, ins seine heilenden, schöpferischen, segnenden, erneuernden, verändernden, korrigierenden, formenden Hände!
Das heißt Christliches Leben trainieren, IHN wirken lassen, immer wieder neu, auch bei Rückschlägen und Niederlagen;
Im Training bin ich ganz gefordert und gleichzeitig ist es die Verantwortung des Trainers – schauen wir mal, wie schnell die Leistung der Fußballer mit der Person des ‚Trainers in Verbindung gebracht wird;
In dreifacher Weise will er an uns wirken – und er ruft uns dazu auf, ermutigt, „tröstet“ er uns, dies zu wollen und mit ganzem Einsatz mitzumachen, bekanntlich ist eine Behandlung nur so gut, wie der Patient mitmacht:
3 Bereiche /Disziplinen:
1. Im Blick auf Jesus; gebt ihm Raum!
a. den Geist nicht dämpfen
 nicht unterdrücken, auslöschen, hindern
wie geschieht das?
Extremform ist die „Sünde wider den Heiligen Geist“;
Wenn wir bewußt gegen den Willen Gottes, dem Wort Gottes entgegen, gegen das, was uns der HG gezeigt hat, leben:
 unversöhnt leben
 geistlich unterversorgt
 mehr vom Zeitgeist bestimmt als vom Heiligen Geist
b. Prophetische Rede nicht verachten
 Weissagung, Prophetie schätzt nicht gering, verachtet nicht;
Was ist das?
Gottes Wort so zu sagen, dass es Dinge in unserem Leben aufdeckt…
Schutzargument: wie kann der nur? Woher hat er das Recht? Der soll zuerst bei sich schauen …“
Trainingsprogramm 1 im Blick auf Jesus heißt:
lasst Jesus mit seinem Geist – und auch die Geschwister in seinem Namen, denn die benützt ER, in die verstaubten Ecken und Nischen deines Lebens ran – unangenehm und schmerzlich, aber heilsam!
ER heiligt euch!
ER ist treu, darum gibt er dich nicht auf und wird dich nie verstoßen! Das einzige, was passieren kann, du lässt ihn nicht ran!

2. Im Blick auf mich selbst
a. Allezeit fröhlich
 Freut euch allezeit!
Hier merken wir: das schaffen WIR nicht; hier ist eine andere Quelle gefragt, die Quelle der Freude, die nie versiegt – das ist die Freude an Jesus!
Jesus hat sich an dich so hingegeben, dass ER für dich allein gestorben ist, ist das nicht Grund zur ewigen Freude, dadurch so für immer und ewig mit Gott verbunden zu sein?
Freude an Jesus im Leben und im Sterben, in Glück und Leid – ER hat immer etwas zu geben, und zwar das Beste!
b. Ohne Unterlass beten
 Betet beständig, unablässig
Durch Jesus sind wir Gottes Kinder und das Normalste für Kinder ist, das sie mit ihren Eltern im Gespräch sind!
Christsein als ein Vater-Kind-Gespräch,
unsere zahlreichen Selbstgespräche bekommen eine Adresse,
auch unsere Kraftausdrücke und Flüche – und wenn sie die Bezugsadresse Jesus bekommen, dann verwandeln sie sich in Bitte und dann in Dank und Lob, weil ich bei IHM mit meinem Mist in guten Händen bin;
c. In allen Dingen dankbar
 Dankbar in jeder Lage
Dankbar, dass ich nicht allein bin,
dass ich den an meiner Seite habe, der für mich ist, der HERR der Lage ist und aus Liebe, Barmherzigkeit, Gande und Vollmacht auch diese Situation für mich am besten ausgehen lassen wird!

d. Alles prüfen und das Gute behalten, festhalten
Nicht billig optimistisch,
aber alles so filternd, dass ich das Böse herausnehme und bei Jesus lasse und das Gute behalte bzw. weitergebe!

e. Das Böse in jeder Gestalt meiden, sich fernhalten
Können wir das?
Wir sind von viel Bösem umgeben und in uns steigt es auf, schneller als es uns lieb ist;
 Vgl. Heuhaufen behält seine Eigenschaft zu brennen;
Aber in Wasser getaucht ist er nicht entflammbar …!
Wenn wir uns bei Jesus einfinden, dann muss das Böse auch von uns weichen, denn Jesus ist die „Bosheits-freie Zone“.
Und wenn das Böse uns ereilt, dann setze eine STOPP-Markierung, indem du auf den Boden stampfst und sagst: halt, bis hierher und nicht weiter! Oder hier gehöre ich nicht hin!
Trainingsprogramm 2 im Blick auf dich selbst heißt:
Begib dich in die Nähe Jesu, kämpfe seinen Kampf gegen das Böse und lebe das Gute, das ER für dich und die anderen will!

3. Den anderen
a. Die Unordentliche zurechtweisen
 die undiszipliniert kein geregeltes Leben führen
helft euch, wo ihr im Leben, mit der Arbeit, mit Terminen, mit dem Geld nicht zurecht kommt; weist euch zurecht, wo der innere Schweinehund mit euch durch geht!
b. Die Kleinmütigen trösten
 Ermutigt die Ängstlichen
Macht Mut, Schritte zu wagen, die Sorgen auf Jesus zu werfen, von IHM alles zu erwarten;
c. Die Schwachen tragen
 Sich der Kraftlosen annehmen, helft ihnen;
Die Schwachen haben kein Image, fallen schnell raus, wir trauen ihnen nicht viel zu, fallen oft zur Last;
Wenn Jesus sagt: „Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“, wie und warum sollen wir sie dann unbeachtet übergehen?
Gnade = sich herab neigen und Jesu Nähe in die Tiefe bringen!
d. Geduldig gegen jedermann
 Allen gegenüber geduldig und langmütig
Weil auch Jesus mit mir und allen anderen auch geduldig ist!
e. Nicht Böses mit Bösem vergelten
Jesus gibt begründete Liebe und vollmächtigen Segen, den wir entgegenzubringen haben – Feindesliebe hat ER zuerst gelebt, sonst würde es die Erlösung der Welt gar nicht geben!
f. Das Gute erstreben untereinander und gegenüber allen
Das Gute nicht dosieren, wie wir unsere Kriterien immer wieder haben, sondern großzügig, überfließend!
Trainingsprogramm 3 im Blick auf die anderen:
Das Gute fördern und fordern!
Wir merken, da ist jeder gefragt!
Da sind wir als Gemeinde gefragt,
denn das macht Gemeinde aus, dass Jesus wirkt, unsere menschlichen Grenzen überwindet und eine neue Lebenskultur, wie sie Jesus begründet hat, ermöglicht.
So wird die Gemeinde zur Kontrastgesellschaft, die sich von der Gesellschaft unterscheidet und abhebt – und damit interessant und anziehend wird.
Wir steigern wir uns im Trainingsprogramm:
- Trainieren statt probieren
- Immer mehr zu Jesus hin
- Konkrete Schritte tun
So wird Jesus an uns wirken, uns heiligen, uns festhalten – bis ER wiederkommt und alles – auch UNS ganz neu machen wird!
Der Trainer ist gut - treu ist ER, ER wird es tun, und uns nicht aufgeben, - Psalm 103 Wochenspruch!
dafür hat ER dich zu lieb,
dafür hat ER schon zu viel für dich getan, am Kreuz gestorben,
dafür hat ER zu viel vor, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
ER bringt zum Ziel …, Wegzehrung schenkt ER uns im Abendmahl.
dieses Ziel mobilisiert doch schon heute unsere ganzen Kräfte!
„Atme in mir, o Heiliger Geist, dass ich Heiliges denke.
Treibe mich, o Heiliger Geist, dass ich Heiliges tue.
Locke mich, o Heiliger Geist, dass ich Heiliges liebe.
Stärke mich, o Heiliger Geist, dass ich Heiliges hüte.
Hüte mich, o Heiliger Geist, dass ich es nie verliere“. Amen.

Mittwoch, 20. August 2008

10. 8.2008 Ein Gott der mit uns geht

Schultütensonntag am 10. 8.2008


Predigt in Lobetal von Roland Schindler


Jesaja 41,10

Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

Schultütensonntag feiern wir heute – ein wunderschöner Tag. Frohe Gesichter – zumindest bei den Eltern schulpflichtiger Kinder.

Es gibt viele Leute, die stolz sind auf ihre Schulzeit. Peter Ustinov hat einmal gesagt: „Die englische Schulbildung ist die beste der Welt – falls man sie überlebt!“

Nun sind wir glücklicherweise in Deutschland, und da lernt man ja gründlich und viel, so dass jemand mal gesagt hat: „Das einzige, an das ich mich aus meiner Schulzeit erinnern kann, sind meine Bildungslücken.“ Na ja, es dauert schon etwas, bis man alles weiß und für den Nobelpreis reif ist. Wie sagte doch ein Erstklässler nach seinem ersten Schultag, als seine Mutter in gespannt fragte: „Na, wie war es denn?“ Der Knabe antwortete: „War nicht schlecht, aber wir sind nicht fertig geworden – muss morgen noch mal hin.“

Dabei ist Schule etwas Wunderschönes. Gorch Fock sagte einmal: „Du kannst dein Leben nicht verlängern, du kannst es auch nicht verbreitern. Aber du kannst es vertiefen!“ Wir können eintauchen in unsere Welt, um sie zu verstehen, um über sie zu staunen, um uns darin zurecht zu finden. Wir können unsere Fähigkeiten entwickeln und Begabungen formen - wunderschöne Aufgaben.

Und wir Erwachsenen können an diesem Tag auch bedenken, dass es noch viel zu lernen gibt und es gut tut, gedanklich rege zu bleiben und sich neue Lernfelder zu erschließen. Wir tun den Kindern Gutes damit, wenn wir sie als Lernende begleiten!

Morgen beginnt die Schule und das bringt manche in Aufregung und Unruhe. Sachen müssen wieder hervorgeholt werden, die man in den letzten Wochen überhaupt nicht brauchte. Wo liegt das Federmäppchen? Wer hat den Sportbeutel gesehen? Wo war noch gleich die Tintenpatrone?

Wir dachten, dass wir heute schon mal das „Finden“ üben. Wir haben heute morgen im Raum, unter manchen Stühlen, hinter Vorhängen oder auf Fensterbrettern Sachen versteckt, die man für die Schule braucht. Und wir nennen immer eine dieser Sachen und bitten ein oder zwei Kinder, nach ihnen zu suchen. Cordelia, Miriam und ich werden dann zu je zwei dieser Gegenstände ein paar Gedanken sagen, die uns Mut zum Lernen machen – den Großen und den Kleinen.

Wir beginnen mit dem Radiergummi. Bitte sucht zwei Stück und bringt sie nach vorne.

Radiergummi: Das Wort „radieren“ ist seit dem 15. Jahrhundert bezeugt und bedeutet: „auskratzen, reinigen“. Es ist klasse, dass man Fehler korrigieren kann. Man muss einen falschen Anfang nicht weiterführen – man kann das Falsch wegradieren und neu beginnen. Der Radiergummi erinnert mich an die Vergebung Gottes. Ich muss nicht auf der eingeschlagenen Bahn weiterfahren und den Weg, der sich als nicht richtig herausstellt, muss ich nicht weiter folgen. Ich darf neu beginnen. Dabei wird nicht einfach das Falsche wegradiert – es wird gereinigt: mit dem Blut Jesu. Jesus hat es sich viel kosten lassen, damit wir nicht festgelegt leben müssen.

Ich darf in diesem Jahr die Hausaufgaben nicht auf den letzten Drücker machen – ich kann lernen, meine Arbeit zu erledigen. Dann kann ich mit einem guten Gefühl ans Spielen gehen.

Wir Erwachsenen können uns Zeit nehmen für die Fragen der Kinder – wir müssen nicht unsere Ruhe haben – Ruhe hängt mit Zufriedenheit zusammen; wenn alle zufrieden sind, lässt es sich viel besser ruhen.

Ja, der Radiergummi erinnert mich an die Vergebung.

Patrone / Füllkonverter

Ihr alle kennt sicherlich diese Patronen. Man macht sie in den Füller rein, und dann kann man damit schreiben. Und wenn man schon eine ganze Menge geschrieben hat, dann passiert was? Richtig, dann geht sie leer. Man muss eine neue reintun und die alte wegschmeißen.

Ich glaube, in unserem Leben ist das so ähnlich. Wenn wir leben, dann ist nicht immer alles ganz einfach. Leben kostet Kraft. Zum Beispiel, wenn ihr morgen wieder in die Schule geht und dann immer Hausaufgaben machen müsst und für arbeiten lernen und mit euren Lehrern und Mitschülern rumplagen müsst. Auch für Erwachsene ist das machmal so. Die Eltern brauchen viel Kraft bei der Erziehung ihrer Kinder, im Beruf, beim Bewältigen von all den verschiedenen Problemen, die auf uns zukommen. Und da kann es schon mal passieren, dass die Kraft, die man hat, leer wird, so wie eine Patrone im Füller.

Aber da gibt es ja noch ein anderes Ding hier. Wisst ihr, was das hier ist? Das ist ein Füllkonverter. Im Prinzip ist es genau so etwas wie eine Patrone. Nur viel cooler. Nämlich man kann es wieder auffüllen. Wenn es leer ist, steckt man es in ein Tintenfass, dreht hier hinten dran und schwup die wup ist der Füllkonverter wieder voll und man kann weiter schreiben.

Ich glaube, wenn wir mit Jesus leben, dann kann es uns so gehen, wie mit diesem Füllkonverter hier. Jesus hat einmal gesagt: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten.“ Joh 6,35

Mit anderen Worten: Wer zu Jesus kommt, wird immer wieder neu aufgefüllt werden und nicht leer gehen. Wenn wir unser Leben mit Jesus leben, dann heißt es nicht unbedingt, dass es einfacher, leichter wird. Aber Jesus hat versprochen, dass er bei uns ist und uns immer wieder Kraft gibt, die wir brauchen. Wenn wir bei Jesus bleiben und mit ihm Leben, wird unsere Patrone nicht mehr leer werden.

Füller:

Lineal: Wer weiß das noch: was ist die kürzeste Verbindung zweier Punkte? Genau, eine Gerade. Für einen sauberen Strich benötigen wir ein Lineal. Zwei Punkte werden optimal verbunden. Dabei denke ich ans Kreuz – zwei Geraden; die eine deutet die optimale Verbindung zwischen Gott und Mensch an, die andere die beste Verbindung zwischen uns Menschen.

Buntstifte

Hier ist ein Päckchen Buntstifte. Irgendwie macht es doch Spaß, sie zu benutzen, oder? Man kann alles bunt malen und die Dinge sehen nicht mehr so langweilig aus. Benutzt ihr die Buntstifte oft in der Schule? Also, ich muss sagen, dass wir in der Schule leider nicht so oft Buntstifte benutzt haben. Wir mussten in der Grundschule erst immer mit Bleistiften schreiben und später dann mit Füller oder auch mal mit Kuli.

Im Leben ist das vielleicht manchmal ähnlich. Man hätte so viele Möglichkeiten, das Leben bunt zu machen, aber dazu hat man oft gar keine Zeit. Die Hausaufgaben in der Schule, die Verpflichtungen zu Hause in der Familie oder im Beruf. Man kämpft sich so durch seinen Lebenstrott und es bleibt keine Zeit, mal nach rechts oder links zu sehen. So, als wenn man immer nur mit Bleistift schreiben würde.

Ist das alles, was Gott für uns hat?

In der Bibel sagt Jesus, dass er gekommen ist, dass wir Leben die Fülle und volle Genüge haben sollen. Das hört sich doch nicht an, wie nur Bleistift, oder? Das, finde ich, hört sich nach ganz vielen Farben an, unendlich schön und bunt. Gott möchte unser Leben bunt machen, heraus aus dem Grau in Grau des Bleistifts. Das ist sein Versprechen für uns. Hört sich doch gut an, oder?

Turnschuh:

Unser Bibelwort sagt uns: „Fürchte dich nicht!“ Gott lässt uns wissen, dass es nicht gut ist, mit Angst zu leben. Gott ist eindeutig gegen die Angst und lässt unmissverständlich der Furcht keinen Raum!

Gott ruft diesen Vers nicht irgendwen zu – er ruft ihn dem zu, den er erwählt hat. Ja, Gott hat auch eine Liebeswahl getroffen. Er hat Israel erwählt, weil er ganz und gar Gott für dieses Volk sein will. Und Gott hat Israel erwählt, um von da aus alle Völker und alle Menschen zu sich einzuladen: Vertraut mir und lasst mich eueren Gott sein! In Jesus Christus erwählt er Menschen – hat er euch beide erwählt.

Und ihr habt ja gesagt zu dieser Erwählung. Ihr wusstet es, eine Erwählung bedarf einer Antwort. Ihr habt „Ja“ gesagt!

Und als Gottes Erwählte habt ihr euch erwählt.

Ich weiß gar nicht, wer von euch gewählt hat und wer „JA“ gesagt hat. Dieses „JA“ war wichtig. In diesem „JA“ hängt genau so viel wie in der Liebeswahl. Aber ihr wusstet, dass das nicht reicht!

Gott setzt uns nicht in einen Erlebnispark, sondern in eine chaotische Welt. Unser Leben ist ein einziges Lernfeld, in dem man erfährt, wie Gott ist.

Er geht mit an die Schule. Er unterstützt euch beim Konzentrieren. Er macht euch Mut, nachzufragen, wenn ihr etwas nicht verstanden habt. Er schenkt euch die Freude, Neues zu wagen und Schüler zu bleiben – auch im Alter.

Fürchtet euch nicht! Das sagt Gott seinen Leuten, weil er ihnen Zukunft schenkt, und weil es viel zu gefährlich ist, alleine in diese Zukunft aufzubrechen. Da gibt es zu viele ungewisse Faktoren. Aber einer ist gewiss und auf den ist Verlass: Gott!

Werde ich alles packen, was von mir verlangt ist? Werde ich den Lernstoff bewältigen? Werde ich die fehlende Grammatik in Englisch nachholen können? Du bist nicht allein!

„Weicht nicht zurück!“ so fordert euch dieses Wort weiter heraus. Weicht nicht aus, wenn es schwierig wird. Weicht nicht aus, wenn ihr vor der Schule steht! Weicht nicht, wenn ihr vor der Klassenarbeit seit! Weicht nicht, wenn die Kraft fehlt. Weicht nicht – weicht nicht von euerem Herrn.

Wer nicht auf ihn schaut, der weicht! Glaubt ihr nicht so bleibt ihr nicht – warum? Weil Gott uns Halt gibt.

Gott sagt: „Ich stärke dich, ich helfe dir, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.

Halt und Hoffnung liegt nicht in Menschen. Das liegt nicht im Wissen, nicht in unseren Genen und nicht in der Milchschnitte, sondern im lebendigen Gott. Und ihn brauchen wir auch für unser Miteinander. Wir brauchen seine Liebe und Kraft auch für unser Leben, für unsere Aufgaben, für unsere Herausforderungen.

Ihr dürft als Geliebte Gottes in die Schule und in die Zukunft gehen. Ihr dürft mit viel Hoffnung unterwegs sein. Ihr dürft Großes erwarten – Gott begleitet euch und deshalb liegt das Leben vor euch! Ein Zitat am Schluss. Martin Luther hat einmal gesagt: „Wenn die Schulen zunehmen, dann steht es wohl im Land.“

Amen